Jabel
Bussau, einer der westlichsten Rundlinge des Wendlandes. 3 km nordöstl. des Mittelzentrums Clenze.in typ. Rundlingslage zwischen feuchten Niederungsböden und trockenem Ackerland auf 35 m N.N. am Rande eines muldenartigen Wiesentales. Die Bussauer Mühle am südl. Ortsrand hatte überörltiche Bedeutung.
1330 erwähnt als Buszeue ( slaw. ). Heute neben Satemin einer der am besten erhaltenen Rundlinge. Der Ort ist allerdings von späteren Zusiedlungen umgeben. Der relativ enge Dorfplatz vermittelt die Beschaulichkeit früherer Jahrhunderte. Auf 12 Hofparzellen stehen noch 7 Steilgiebelhäuser / Nds. Hallenhäuser, darunter das Gehöft des Architekten Kuhlke, der sich um die Erhaltung der Rundlingslandschaft besondere Verdienste erworben hat.
Bussau hatte in den letzten Jahren rd 70 Einwohner. Das eigene Kirchspiel mit der Versorgung aus dem Pfarramt Clenze ist erhalten geblieben.
Die Pachtmühle wird im 15. Jahrh. verlehnt und kommt später zu Gartow. Sie wrude 1956 stillgelegt.
Interessant: Das "Bussauer Manifest" von 1975 beschreibt völlig neue Ansätze in Sachen Naturschutz und Naturerhaltung.
Kommentar von Tine Halm | 27.04.2011
Liebe Leut, für ds ncäshte Update: der erwähnte Architekt in Bussau schreibt sich ohne "h" (=Kulke).
